„Die Prophezeiung der Q’eros“
im Globetrotter Magazin, 04/24


Die Prophezeiung der Q’eros

Text aus Globetrotter Magazin 1/24

„Ein Schatten verfolgt unseren Wagen. Wir schauen aus dem Fenster und erkennen in der Höhe einen Andenkondor. Mit seiner gewaltigen Flügelspannweite zieht er seine Kreise ohne einen Flügelschlag. Wie ein Vogel aus prähistorischer Zeit. Wir verlangsamen die Fahrt, öffnen die Fenster und rufen in den Himmel: «Halloooo! Wir grüssen dich!» Ich bekomme Gänsehaut, als der Kondor mit mehreren Lauten uns eine Antwort zu schicken scheint. Wir fühlen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In der Andenkosmologie ist der Kondor ein Botschafter der Berggeister. Wir sind auf dem Weg zum Volk der Q’eros im Andenhochland in Peru. Von Perus Hauptstadt Lima fahren wir mit dem Mietwagen eine abenteuerliche Strecke von über 1100 Kilometern nach Cusco, Hauptstadt des ehemaligen Inkareichs. Die Landschaft trägt einen senffarbigen Ton, Ödland weit und breit. Je höher wir kommen, desto dünner wird die Luft. Wir sind gespannt und voller Vorfreude, wohin uns diese Reise bringen wird.

Als mein Partner Markus und ich uns den Dokumentarfilm «Die Prophezeiung von Q’eros» von Lars Köhne anschauten, erreichte uns die Prophezeiung das erste Mal. Wir fühlten uns berührt, und der Wunsch entstand, nach Peru zu den Q’eros zu reisen. Mit der Absicht, eine Reportage zu produzieren, fragten wir bei Q’ero- Schamane Ivan Alcca Galdos, einem der Protagonisten des Films, an und reisten einige Zeit später nach Peru. Bei Ivan in Huanoquite, einem Hochlanddorf, treffen wir weitere Reisende an. Hier verbringen wir die meiste Zeit unseres vierwöchigen Aufenthalts. Ivan studierte Agrarwissenschaften in Peru und in Deutschland und gründete mit seiner deutschen Frau in Süddeutschland eine Familie. Rund die Hälfte des Jahres lebt er auch dort. Mit seinem Projekt «Hanpinallaqta» (Quechua für «Ort des Heilens») will er die moderne westliche Welt mit der alten traditionellen Inka-Welt verbinden. Er sieht sich als Weltenüberbrücker. Mit Wiederaufforstungsarbeiten und dem Aufbau eines geschützten Ortes für die Energiearbeit der Q’eros mit ausgesuchten Reisenden aus aller Welt will er die Prophezeiung der Q’eros in die Welt tragen.

Ob wir die Q’eros in ihrer Gemeinschaft auf 5500 Metern über Meer besuchen dürfen, steht nicht in den Sternen, sondern in den Kokablättern, die von einem Schamanen gelesen werden. Die Losung erteilt uns Erlaubnis, und so machen wir uns auf, nochmals 1100 Höhenmeter zu überwinden. Das Leben hier oben ist einfach, und obwohl mir die Kälte und die dünne Luft zu schaffen machen, prägen mich die Tage bei und mit den Q’eros stark. Sie sind die letzten direkten Nachfahren der Inka-Kultur aus der alten Welt. Sie konnten sich dem Zugriff der Spanier entziehen, weil sie sich ins Hochland der Anden auf über 5000 Metern Höhe zurück zogen. Sie leben noch immer im Einklang mit der Natur. Die Pampamisas, die Priester und Heilerinnen, arbeiten mit der Energie der Apus und von Pachamama. Die Apus sind die Berggeister und repräsentieren den männlichen, kraftvollen Aspekt. Pachamama ist die weibliche Kraft der Mutter Erde und repräsentiert Hingabe und Schöpfergeist.
Die holistische Weltanschauung der Q’eros besagt, dass alles in Harmonie miteinander verbunden ist. Für sie ist alles, was existiert, eine Schwingung, die immer wieder in Einklang gebracht werden muss. Krankheiten sind folglich ein Symptom vom Ungleichgewicht der Energien. Die Rituale der Q’eros dienen der Heilung und Wiederherstellung der Harmonie. In einer ihrer Überlieferungen gibt es die Prophezeiung Pachacuti. Nach ihr wird es eine grosse Wende auf der Erde geben, es wird eine Zeit kommen, in der Chaos und Zerstörung überhandnimmt. Das Ungleichgewicht in den Menschen, aber auch in der Natur nimmt Form an und scheint unüberwindbar. Die Aufgabe der Q’eros ist es nun, ihr Wissen um die Harmonisierung zu hüten und auf diese Zeit zu warten, um damit der Welt zu helfen.

Die Q’eros sind sich einig, dass diese Zeit nun begonnen hat und die Welt sich am Anfang des Chaos befindet. Denn sie nehmen wahr, wie die Verbindung der Menschen mit der Erde vor allem in der westlichen Welt allmählich schwindet und der Umgang mit ihr bereits tiefe Narben hinterlassen hat. In der Harmonisierung der männlichen und weiblichen Energien liege der Schlüssel zur Heilung, sagen die Q’eros. Es soll kein Entweder-oder sein. Denn wie würde die Welt aussehen, wenn die Wissenschaft aus dem Herzen heraus genutzt würde? Wie würde das System aussehen, wenn es nicht um Profit und Konsum ginge? Wie würden die Menschen mit der Natur und ihrer Umwelt umgehen, wenn ihnen bewusst wäre, dass Mutter Erde, wie sie, ein Bewusstsein hat? Wie würde jeder einzelne Mensch leben, wenn er mit sich im Einklang und in Frieden wäre? Die Zeit bei Ivan und seinem Projekt Hanpinallaqta und vor allem bei den Q’eros öffnet uns eine völlig neue Weltsicht. Die Teilnahme an den Ritualen und ihrem einfachen Leben ist für uns eine bedeutsame Erfahrung. Es ist schön, die Momente mit ihnen zu teilen und zu spüren, wie sie im Einklang mit sich und der Welt sind. Wir danken den Q’eros von Herzen.“

von Markus Dreber & Cherylyn Vanzuela

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Q’eros zu Besuch
auf Pachamama Schnorrenberg – 2023

  • In Lak'ech, Buen Vivir! © 2025 https://buen-vivir.de/hampuypachamama/

Hallo Ihr wunderbaren Geschöpfe von Mama Erde.

Am Wochenende zwischen dem 22.07. – 23.07.2023 durften wir gemeinsam die Energie der Q’eros über Pampamisa Mallcu und Ivan, Magdalena & Sayani von Hanpinallaqta, hier bei uns willkommen heißen. Dieses Ereignis ist für Markus und für mich sehr bedeutsam und ist für uns eine große Ehre gewesen. Wir hoffen, dass es für Euch eine bereichernde Zusammenkunft war, in der ihr vielleicht Eure Neugierde stillen konntet, sich ein erweitertes Weltbild erschloss oder sich wegweisende Möglichkeiten offenbarten.

Als kleine Erinnerung an diesen wunderschönen Begegnungstag vom Sa, 22.07.23 sind hier ein paar Impressionen und ein paar Zeilen meiner Gedanken, die ich mit Euch teilen möchte.

 

Aufbruchs-Energie
Für uns bedeutet diese Zusammenkunft: Aufbruch.
Erst war es wieder nur eine Spinnerei & Gedanke, wie schön und kraftvoll es doch bestimmt wäre, wenn die Q’eros Energie hier durch diesen Ort „Pachamama Schnorrenberg“ fließen würde, wenn ein Pachamama-Ritual* durch einen Q’eros durchgeführt wird?! Aber das in kürzester Zeit dies nicht nur zur Realität geworden, sondern auch ein Beginn einer wundervollen und zukünftigen Zusammenarbeit ist, ist einfach unvorstellbar gewesen und für uns eine magische Fügung.

2021 waren Markus und ich in Peru bei den Q’eros. Ohne zu Wissen, was eine Initiation ist, welche Bedeutung sie für uns haben könnte und welchen Samen in uns gedeihen würde, durften wir auf 5500hm dieses kostbare Geschenk der Initiation empfangen. Jetzt am Freitag, fast 2 Jahre danach, wurde ich mit einer weiteren Initiation beweiht. Es war Mitternacht mit sternklarem Himmel. Auch dies ist für mich ein besonderes Geschenk, denn sie fand bei uns Zuhause im Garten statt. Die zweite Initiation dient als „Übertragung“ der Verbindung zur Weisheit und Kraft der Q’eros. Ebenso hat es für mich die Bedeutung, „ohne“ Zweifel mich mit meiner Kraft zeigen zu können. Dazu erhielt ich von Pampamisa Mallcu den Quechua Namen KahuacñawiDas sehende Auge“ mit der Aufgabe & bisher alleinigen Erlaubnis das Pachamama-Ritual* in Verbindung mit IxCacao für andere Menschen durchzuführen. Für die nahe Zukunft wurde mir zugesprochen auch im Namen der Q’eros als unterstützendes Verbindungsglied zu lehren. Im Vertrauen, dass meine Musik, Fotografie und Gestaltung von Frauenkreise eine verbindende Rolle der Herzens-Kraft besitzt und ich darin die weibliche Energie stärke, macht mich sehr glücklich. Bei all meinen Aufgaben mir einen angemessenen Ausgleich in finanzieller Hinsicht erlauben zu dürfen, ist ein Thema, welches auch nun endlich transformiert werden kann. All diese Herausforderungen betrachte ich mit großer Ehrfurcht und gleichzeitig möchte ich sie mit freudigem Herzen annehmen. Sich dafür zu bekennen ist wohl der erste Schritt und gerne darf auf diesem Weg dabei der ganze Zweifel schwinden.
Auch Markus erhielt von Pampamisa Mallcu ein kostbares und bedeutsames Geschenk. Mallcu vermachte ihm sein Werkzeug, einen Stab aus einer Wurzel für das Macho-Ritual*. Markus besitzt unter anderem eine Kraft durch seine Verbundenheit mit der unteren Welt & den Elementarwesen. Er kann und darf sich der Macho-Energie widmen. Markus wird sich seiner Aufgabe stellen, denn auch so kann er seine Mama unterstützen wieder in ihre Kraft zu kommen. Darüber hinaus wird ihm dadurch ermöglicht auch in Zukunft die Arbeit mit Männer mit dieser Form zu intensivieren.

Huñunakuna Wasi
Durch diesen besonderen Anlass ist nun Huñunakuna WasiOrt der Zusammenkunft geboren. Denn unser Garten ist ein Ort der Zusammenkunft verschiedener Kräfte. Ein Ort, wo wir uns in Zukunft mit der Q’eros Energie vereinen können. Denn schon im nächsten Jahr, fühlen und sehen nicht nur sie, sondern auch wir, hier etwas Größeres. Hier werden vielleicht Milan mit Kondor, Adler & Mäusebussard … gemeinsam fliegen um ihre Kreise miteinander zu ziehen.

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Freizeitanlage „Schnorrenberg“
Dieser unscheinbare und doch so zauberhafte Ort „Schnorrenberg“, tarnt und schützt sich als Campingplatz an der Bundesstraße B51. Wie ihr mitbekommen habt, ist er in Wahrheit ein wunderschöner und lebendiger Ort voller Früchte. Pampamisa Mallcu & Ivan haben es direkt beim ersten Schritt der Begehung wahrgenommen. Pachamama Schnorrenberg ist umgeben von jahrhundertalten und riesigen Buchen, mit fruchtbaren Boden, unzähligen verschiedenen Vögeln & Tieren, einem Bächlein mit kleinen verwunschenen Fleckchen. Ein mystischer Ort, wo die Apu`s durch die Augen des Rotmilans über uns wachen und fliegen. Dieser Ort war bereits vorher schon sehr kraftvoll und wurde von jedem Gast des „Campingplatzes“ auch unbewusst wahrgenommen. An diesem Wochenende konnte nun die Kraft von Q’eros, den Apu`s und Pachamama durch das Pachamama-Ritual von Mallcu fließen. Pachamama Schnorrenberg wurde spätestens dann als Kraftort aktiviert. Wir sind dafür so unendlich dankbar. Aber nicht nur Markus und Ich lieben, ehren und schätzen diesen Ort. Auch Mammo & Alicia, die sich hier auch angesiedelt haben, tragen dazu bei, dass durch Ihre Liebe und Fürsorge für den Ort und füreinander, ein Ort der Heilung und Liebe ist. Mallcu bestätigte Alicia`s besondere Gabe und Heilkraft in ihrer Arbeit mit der Pflanzenmedizin, die bereits unzählige Menschen in ihrem Prozess helfen konnte und er bekräftigte auch Mammo seine in ihm innewohnenden Heilerkräfte zu reaktivieren.

Wir sind alle Lehrer!
Wir lernen mit-, über und voneinander und können durch diesen Spiegel erkennen wer wir wirklich sind. Unser Herz dient dabei als unser Navigationsmittel. Es gibt unzählige Menschen, die sich selbst als Lehrer, als Guru / Schamanen bekennen, die vielleicht im Außen wirken. Aber nur Dein Herz erkennt, ob sowohl dieses als auch das eigene Wirken wahrhaftig ist. Jeder trägt einen Samen in sich, der nur aktiviert werden möchte. Manche kennen oder fühlen bereits ihren Weg, manche sind verstreut und sind dabei auf ihrer Suche, manche brauchen nur einen kleinen Schubser. Es geht nicht darum, was wir tun, sondern wie sich Dein Herz dabei fühlt, ganz egal wie klein oder groß dieser eigene Herzens-Weg im Außen erscheinen mag.

Die gehüteten Weisheiten aller Indigenen Völker sind nicht nur Tools & Hilfsmittel, sondern lebendige Vermächtnisse. Nicht wir, sondern sie haben diesen Zeitpunkt gewählt, dieses Wissen mit uns teilen zu wollen, damit wir uns wieder Rück-Verbinden um somit uns gegenseitig an unsere eigenen Wurzel wieder erinnern zu können. Nun gilt es diese weiter zu hüten und zu ehren.

Wir sind voller Vorfreude und gespannt auf den Weg, der für uns und für jeden Einzelnen von Euch bereit steht.

Jeder einzelne Schritt ist wichtig und bedeutsam, man braucht ihn nur zu gehen.

Von Herzen Danke, dass Wir uns begegnet sind. Auf bald!

In Lak’ech & in Liebe,
Markus & Chery-Pankajini Kahuacñawi

In Lak'ech, Buen Vivir! © 2025 https://buen-vivir.de/hampuypachamama/

In tiefster Dankbarkeit ist dieses Lied Pachamama & den Q’eros gewidmet.

20.09.2022
Markus und ich haben durch die Q’eros von der Prophezeiung erfahren, dass wir uns genau jetzt in Zeiten des Wandels befinden; dass nach all dem geschaffenen Ungleichgewicht, vor allem die westliche Welt nun Verantwortung tragen muss; dass nur durch die Rückverbindung mit der Kraft der urweiblichen Essenz jedes Individuum, das Kollektiv, Mutter Erde mit allen Lebewesen wieder in Einklang gebracht werden kann […]

Vor ein paar Monaten sind mir ein paar Zeilen mit dieser Melodie zugeflogen. Ohne viel zu denken und es zu hinterfragen war es für mich ganz klar, dass dieses Lied der Verbindung mit Pachamama und den Apu’s dienen soll und in tiefster Dankbarkeit den Q’eros, der Hüter ihrer Weisheit, gewidmet ist.

Soo gerne möchte ich mit Dir dieses Lied mit den Momenten, die wir 2021 in Peru auf 5500hm erfahren durften, teilen.

Wenn auch du Dich mit diesem Lied im Herzen verbunden fühlst, dann sing/tanz und fühl mit mir!
Lasst uns gemeinsam schwingen und uns miteinander auf allen Ebenen verbinden.

In Lak’ech!

Von ganzem Herzen geht mein Dank an:

Pachamama & die Hüter ihrer Weisheit.

 

Q’eros – Chosikollyor, Inka, Mallcu, Amaru, Inti & Family

 

Ivan Alcca-Galdos & Family // Ortdesheilens.de

 

Valentine & Friends // Wir[k]zeit.com

 

unsere Family

 

Markus Dreber – Teamplayer, Freund, Seelen-/Weg- & Zeitbegleiter

 

Cherylyn Pankajini Kahuacñawi Vanzuela
Schöneberger Str.2 | 51377 Leverkusen

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